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Wie Sie Ihren Hund richtig erziehen. So hört Ihr Hund endlich!

Sie haben erst seit kurzem einen Hund, der einfach nicht auf Sie hören möchte? Wenn er Ihnen auf der Nase rumtanzt, kann das richtig stressig und nervenaufreibend sein. Deshalb müssen Sie Ihren Hund richtig erziehen.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit der Hundeerziehung beginnen. Wenn Sie diesen Ratgeber gelesen haben, wissen Sie, wie Sie eine gute Beziehung zu Ihrem Hund aufbauen und der/die Rudelführer/in werden. Dabei achten wir auch darauf, dass Sie nichts falsch machen.

Wenn Sie ihren Hund konsequent, bestimmend, liebevoll und geduldig erziehen, können Sie alles schaffen.

Auch, wenn Sie schon einige Dinge ausprobiert haben, sollten Sie nicht direkt aufgeben. Wenn Ihr Hund Sie einmal als Rudelführer/in anerkennt, ist wirklich alles möglich!

Generell empfehlen wir Ihnen: Wenn Sie unsicher sind, sollten Sie für die Hundeerziehung einen Fachmann aufzusuchen. Vor allem, bei schwierigen fällen.

Leider ist dieser nicht immer in der Nähe, weshalb wir Ihnen nun zeigen, wie’s geht!



Die lästigsten Probleme von Hundebesitzern


Wenn Sie einen Hund haben, der noch nicht richtig erzogen wurde, werden Sie sich bestimmt bei einem der folgenden Probleme wiederfinden können. Diese Probleme haben eins gemeinsam: Sie lassen sich lösen!

Problem #1 Ihr Hund will einfach nicht auf Sie hören

Beim Gassi gehen macht Ihr Hund, was er will. Sie rufen sich die Seele aus dem Leib, ihn scheint es aber gar nicht zu interessieren.

Er ist ständig am rum schnuppern und verhält sich, wie in seiner eigenen Welt. Auch zu Hause hört er nicht, wenn Sie nach ihm rufen. Das kann wirklich nervenaufreibend sein.

Problem #2 Ihr Hund zieht an der Leine

hund richtig erziehen - hund online erziehenDas ist eines der am häufigsten auftretenden Probleme von Hundebesitzern.

Beim Gassi gehen zieht Ihr Hund ununterbrochen an der Leine. Das geht ganz schön in die Arme und es ist einfach kein entspanntes Laufen mehr.

Das macht aus einem gemütlichen Hundespaziergang einen Gang aus purem Stress.

Problem #3 Ihr Hund bellt andere Hunde oder Menschen an

Ihr Hund spielt total verrückt, wenn jemand an der Tür klingelt oder ein anderer Hund Ihnen beim Gassi gehen über den weg läuft. Er rennt an die Haustür und bellt ohne Ende.

Beim Gassi gehen werden andere Hunde oder Tiere angekläfft, bis diese irgendwann endlich außer Reichweite sind. Das kann ganz schön peinlich sein.

Problem #4 Ihr Hund kann nicht alleine sein

Oft jault und bellt Ihr Hunde ununterbrochen, wenn er alleine ist. Egal ob es nur ein paar Minuten oder mehrere Stunden sind.

Häufig wird auch irgendetwas in der Wohnung auseinander genommen oder es wird das Geschäft auf dem Boden oder der Couch verrichtet.

Problem #5 Mein Hund ist aggressiv

Ihr Hund ist aggressiv gegenüber jedem, der in die Nähe kommt. Dabei ist es egal ob es ein Mensch oder ein anderer Hund ist.

Ihr Hund möchte Sie beschützen und duldet deshalb niemand anderen in Ihrer Nähe.


Diese fatalen Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden!


Gründe, warum Ihr Hund nicht hört. Ihr Hund ist nicht zu dumm, um zu verstehen, was Sie von Ihm möchten. Meistens liegt das Problem bei Ihnen.

Die folgenden Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden. Nur so können Sie Ihren Hund richtig erziehen.

Fehler #1 Hund anschreien

Wenn Ihr Hund einem Kommando nicht nachkommt, bringt es nichts, ihn anzuschreien. Ihr Hund ist schließlich nicht schwerhörig.

Wenn Sie ihn anschreien, verwirren Sie ihn nur und er wird wahrscheinlich erst recht nicht tun, was sie möchten. Wenn Sie immer wieder „hier“ schreien, wird er ganz sicher nicht kommen.

Fehler #2 Kommandos wiederholen

Wenn Ihr Hund ein Kommando kennt, dann sollte es ausreichen, dieses nur ein einziges Mal zu geben. Wenn Sie das Kommando immer wieder wiederholen, verlieren Sie Ihre Glaubwürdigkeit gegenüber Ihrem Hund.

Ihr Hund ist an seinem Platz, Sie gehen von ihm weg und sagen ständig „bleib“ zu ihm. Wenn Sie aber aufhören, „bleib“ zu sagen, kommt er direkt auf Sie zu gerannt. Ihr Hund hat gelernt, nur so lange an seinem Platz zu bleiben, wie das Kommando ertönt.

hund richtig erziehen - hund erziehen alleine lassenFehler #3 Falsches Verhalten dulden

Wenn Sie Ihren Hund richtig erziehen möchten, müssen Sie konsequent sein. Das heißt, dass falsches Verhalten niemals toleriert werden darf. Ihr Hund weiß sonst nicht, dass er gerade etwas falsch gemacht hat.

Ansonsten wird Ihr Hund verwirrt sein. Und Sie werden frustriert, weil Ihr Hund ständig das macht, was er nicht soll.

Fehler #4 Falsch oder zu spät loben / tadeln

Ihr Hund hat nur eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne.

Das heißt, dass Sie Ihren Hund immer sofort loben müssen, wenn er etwas richtig gemacht hat. Also höchstens ein paar Sekunden, nachdem das Ereignis eingetreten ist.

Ansonsten weiß er nicht, wofür er gelobt wurde und der gewünschte Erziehungseffekt tritt nicht ein.

Wenn Ihr Hund etwas  falsch macht, müssen Sie Ihn auch direkt tadeln. Vergeht zu viel Zeit zwischen dem Ereignis und dem Tadel, weiß Ihr Hund nicht, warum Sie böse auf ihn sind.

Lob und Tadel sollte also immer sofort erfolgen, wenn Sie Ihren Hund erziehen.

Fehler #5 Gewalt bei der Hundeerziehung

Bei der Hundeerziehung ist Gewalt unbedingt zu vermeiden. Gewalt kann zwar kurzfristige Erfolge bringen. Langfristig verliert ihr Hund dadurch aber das Vertrauen und die Zuneigung zu Ihnen.

Auch der bekannte Schnauzgriff sollte vermieden werden, weil er oft einfach falsch angewendet wird. Häufig wird er zu stark oder zu schwach angewandt. Dann hat es nicht den richtigen Effekt.

Wenn Sie Ihren Hund richtig erziehen möchten, sollten Sie bestimmt und konsequent sein. Aber auf keinen Fall Gewalt anwenden!

Fehler #6 Widersprüchliche Erziehung

Widersprüche bei der Hundeerziehung sollten Sie auch vermeiden. Auf bestimmte Handlungen Ihres Hundes, sollte immer die gleiche Reaktion folgen.

Ein Beispiel: Ihr Hund ist noch ein Welpe und Sie finden es toll und süß wenn er abends zu Ihnen aufs Sofa hoch kommt und bei Ihnen liegt. Damit zeigen Sie Ihrem Hund, dass es in Ordnung ist, wenn er auf die Couch springt. Später wenn Ihr Hund groß ist, möchten Sie nicht mehr, dass er sich zu Ihnen auf die Couch legt. Dann schicken Sie ihn von der Couch runter.

Durch solche widersprüchlichen Erziehungsmaßnahmen, wird Ihr Hund verwirrt und weiß nicht, was er falsch gemacht hat. Schließlich durfte er sonst immer auf die Couch. Sie müssen von Anfang festlegen, was Sie von Ihrem Hund möchten und die Erziehung dann konsequent durchziehen.

Fehler #7 Ungeduldig sein

Das schlimmste bei der Hundeerziehung ist, wenn Sie ungeduldig werden.

Ihr Hund wird nicht immer alles sofort verstehen. Sie müssen Ihm etwas Zeit geben und die Übungen regelmäßig durchführen. Sie dürfen dann auch nicht wütend auf Ihren Hund werden, wenn etwas nicht klappt. Meistens liegt es sowieso nicht am Hund, sondern am Herrchen.

Außerdem sollten Sie nicht zu viel auf einmal von Ihrem Hund verlangen. Dadurch können Sie ihn überfordern und machen weniger Fortschritte bei der Erziehung.

Wenn etwas gar nicht klappen will, sollten Sie die Übungen später oder am nächsten Tag nochmal in Angriff nehmen. Geduld ist sehr wichtig, wenn Sie Ihren Hund richtig erziehen wollen.


Wie Sie eine Verbindung zu Ihrem Hund aufbauen


Das Wichtigste, um eine Bindung zwischen Ihnen undHundeerziehung - Vertrauen aufbauen Ihrem Hund aufzubauen, ist Vertrauen.

Die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Hund wird automatisch besser und vor allem gestärkt, wenn Ihr Hund merkt, dass er Ihnen vertrauen kann.

Das Vertrauen und die Bindung entstehen, wenn Sie mit Ihrem Hund viel Zeit verbringen. Sie sollten Ihrem Hund zeigen, wie sehr Sie ihn lieben.

Spielen Sie einfach mit ihm, kuscheln Sie mit ihm, streicheln Sie ihn oder reden und interagieren Sie einfach mit ihm.

Einen Teil der Zuneigung Ihres Hundes erhalten Sie selbstverständlich auch durch Spielzeug und Leckerlis. Mit Leckerlis sollte man aber sparsam umgehen.

Um das Vertrauen und die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Hund aufrecht zu erhalten, ist es extrem wichtig, dass Sie bei der Hundeerziehung niemals Gewalt anwenden. Das ist äußerst kontraproduktiv und kann das Vertrauen Ihres Hundes vollkommen zerstören.

Prinzipiell gilt: Mit guter, respektvoller Hundeerziehung können Sie viel mehr erreichen, als mit Gewalt und Einschüchterung!


Wie Sie am Besten mit der Erziehung Ihres Hundes anfangen


Wenn Sie nicht wissen, wie sie mit der Hundeerziehung anfangen sollen, sind Sie hier genau richtig!

Hundeerziehung - richtig anfangenWichtig ist, dass Sie möglichst früh mit der Hundeerziehung beginnen. Sie sollten Ihrem Liebling von Anfang an klar machen, wer das Sagen hat. Ansonsten gewöhnt sich Ihr Hund daran, dass er machen kann was er will.

Bei der Erziehung Ihres Hundes sollten Sie die drei ausschlaggebenden Grundbausteine beachten: Konsequenz, Belohnung/Tadel und Geduld.

Diese Grundbausteine sind bei der Hundeerziehung immer miteinander verbunden.

Wenn Sie bei der Hundeerziehung geduldig und konsequent sind, Ihren Hund aber nicht richtig belohnen, dann werden Sie nicht die gewünschte Wirkung haben.

Sie sollten sich diese drei Faktoren bewusst machen, bevor Sie mit der Hundeerziehung beginnen.

Konsequenz

Sie müssen immer konsequent sein, wenn Sie Ihren Hund richtig erziehen möchten. Ihr Hund braucht klare Regeln, an die er sich halten muss.

Wenn er nicht auf die Couch darf, dann darf er nie auf die Couch. Sie müssen konsequent bleiben und dürfen keine Ausnahmen machen. Egal wie sehr Sie der Hundeblick berührt.

Geduld

Wie oben bereits angesprochen, benötigen Sie bei der Hundeerziehung Geduld. Sie müssen Ihrem Hund genug Zeit geben, dass er die Abläufe in Ihrem Alltag verstehen kann.

Es ist keinem geholfen, wenn Sie Ihren Hund bei der Erziehung überfordern, indem Sie ihn stundenlang ein bestimmtes Kommando üben lassen. Pro Tag sind kleine Trainingseinheiten von ein paar Minuten völlig ausreichend, um Ihrem Hund etwas neues beizubringen.

Sie sollten auch darauf achten, dass Ihr Hund ausgelastet ist.

Gehen Sie täglich, wenn möglich mehrmals, mit ihm spazieren und toben Sie ihn aus. Ausgelastete Hunde sind umgänglicher und ruhiger. In diesem Zustand kann Ihr Hund viel besser lernen, wie wenn er unausgelastet ist. Sie sollten Ihren Hund aber nicht nur körperlich, sondern auch geistig beschäftigen. Dazu eignen sich vor allem diverse Spiele.

Belohnung und Tadel

Wenn Sie Ihren Hund richtig erziehen möchten ist die richtige Belohnung und der richtige Tadel sehr wichtig.

Ihr Hund hat, wie oben bereits erwähnt, nur eine begrenzte Zeitspanne, in der er sich das gerade Geschehene mit Ihren Worten und Kommandos verknüpfen kann. Sie müssen Ihren Hund deshalb sofort belohnen oder tadeln, wenn er etwas richtig oder falsch macht.

Loben können Sie Ihren Hund z. B. mit Leckerlis. Sie sollten es mit Leckerlis aber nicht übertreiben!

Sie sollten es vermeiden, negatives Verhalten unbewusst zu belohnen. Vor allem, wenn Ihr Hund etwas tut, was Sie nicht möchten, müssen Sie konsequent sein.

Falsche Belohnung mit Leckerlis

Ziemlich jeder Hund mag Leckerlis. Bestimmt auch Ihrer. Sobald Ihr Hund weiß, dass es gleich ein Leckerli gibt, wird er mit großer Wahrscheinlichkeit Ihre Kommandos durchführen.

Aber mit Leckerlis sollten Sie es nicht übertreiben. Sie haben keine gute Beziehung zu Ihrem Hund, wenn er nur etwas macht, weil es dann ein Leckerli gibt.

Zu Beginn der Hundeerziehung können Sie Ihren Hund mit Leckerlis belohnen, um ihn auf “den richtigen Weg” zu bringen.

Sie sollten ihm dann aber immer seltener Leckerlis geben. Ein Hund der gehorcht, weil er Sie als Rudelführer/in sieht, kann schneller und leichter erzogen werden, wie ein Hund der nur wegen Leckerlis ein Kommando ausführt.

Als richtige Belohnung können Sie Ihrem Liebling dann auch mal eine Rinderkaustange für die Zähne geben, wenn er sich gerade entspannen kann.

Richtig tadeln – OHNE GEWALT!

Viele Hundebesitzer wissen nicht, wie sie ihren Hund richtig tadeln sollen. Deshalb machen sie es oft falsch oder gar nicht.

Wichtig ist, dass Sie keine Gewalt anwenden. Sie sollten Ihren Hund nicht mit der Zeitung, dem Schuh schlagen oder in sonstiger Weise schlagen.

Ihr Hund muss lernen, dass Sie der/die Rudelführer/in sind. Sie haben das Sagen und er muss auf Sie hören. Anders funktioniert es nicht. Ihr Hund soll aus Respekt auf Sie hören und nicht weil er Angst hat.

Wenn Ihr Hund sich unerwünscht verhält, sollten Sie ihn aber auch keinesfalls ignorieren. Sonst denkt er noch, dass sein Verhalten in Ordnung ist.

Das unerwünschte Verhalten muss direkt nach dem es aufgetreten ist getadelt werden. Ansonsten weiß Ihr Hund nicht, warum er jetzt eine Standpauke bekommt.

Sie müssen Ihrem Vierbeiner also direkt, mit erhobener Stimme ein klares “Nein” entgegen bringen. Sehen Sie ihm dabei in die Augen und zeigen Sie ihm das “Nein” auch wirklich “Nein” bedeutet.

Das wichtigste dabei ist, dass Sie konsequent bleiben. Das “Nein” darf auch nicht verweichlicht werden. Verwenden Sie das Wort nur, wenn Sie Ihrem Hund auch wirklich klar machen möchten, das sein Verhalten nicht ok ist. Sätze, wie ein verniedlichtes “Nein, mein Lieber” zeigen Ihrem Hund, dass das Kommando nicht wirklich ernst gemeint ist.


Wie Sie Ihren Hund richtig erziehen!


Mit folgenden Tipps können Sie Ihren Hund richtig erziehen. Das wichtigste ist dabei, dass Sie Ihren Hund nicht anschreien oder Gewalt anwenden. Sie brauchen Geduld, wenn es funktionieren soll.

#1 Hund herrufen

Wenn Sie Ihrem Hund „Fuß“ beibringen möchten (wie Sie es nennen, bleibt Ihnen überlassen), sollten Sie dabei im Sitzen anfangen.

Ihr Hund sitzt und Sie stellen sich neben ihn. Wenn er Sie ansieht, gibt es eine Belohnung. Dadurch bewirken Sie, dass Ihr Hund sich auf Sie konzentriert. Mit der Zeit fügen Sie ein Kommando, z. B. „Fuß“, ein. Nun verbindet Ihr Hund das Sitzen neben Ihnen mit diesem Kommando.

Erst dann beginnen Sie damit, Ihren Hund mit dem Kommando neben sich zu rufen. Ihr Hund lernt dabei Schritt für Schritt. Das ist wichtig, wenn Sie ihn richtig erziehen möchten.

Sobald das soweit funktioniert, können Sie es beim Spaziergang anwenden und weiter trainieren. Ihr Hund sollte sich dabei wirklich auf Sie konzentrieren.

Wenn er beim Spazieren gehen nicht hören möchte, fangen Sie wieder im Sitzen an.

#2 Leinenführung trainieren

Eines der wichtigsten Übungen bei der Hundeerziehung ist die Leinenführung beim Spazieren gehen. Ihr Hund soll nicht ständig an der Leine ziehen, sondern neben Ihnen her laufen.

Um das zu üben, bleiben Sie immer stehen, wenn er an der Leine zieht. Sie laufen erst weiter, wenn keine Spannung mehr auf der Leine ist.

Zu Beginn kann es etwas dauern, bis Ihr Hund versteht, was Sie von ihm möchten. Allerdings ist es eine zeitliche Investition, die sich lohnt.

Oder Sie führen einen Richtungswechsel durch. Wenn Ihr Hund in die eine Richtung zieht, dann laufen Sie einfach in die andere Richtung. Die meisten Hunde verstehen das schnell.

#3 Bellen abgewöhnen

hund richtig erziehen - hundeerziehung an der leineAuch ständiges Bellen können Sie Ihrem Hund abgewöhnen.

Es gibt allerdings verschiedene Ursachen für das Bellen. Es kann z. B. auch abhängig von der Rasse sein.

Sie sollten Ihrem Hund nicht verbieten zu bellen. Wenn Sie Ihren Hund anschreien und so versuchen, ihn zum schweigen zu bringen, erzielen Sie häufig das Gegenteil.

Ihr Hund wird dadurch nur in seinem Tun bestärkt.

Wenn Ihr Hund bellt, sollten Sie ihn 1 bis 2 mal bellen lassen und dann dafür belohnen. Schließlich hat er aufgepasst und Sie vor möglichen Gefahren gewarnt. Dann sollte er aber auch ruhig sein.

Wenn Ihr Hund weiter bellt, sollten Sie ihn mit etwas ablenken. Meistens klappt es schon, wenn Sie in die Hocke gehen und einfach den Augenkontakt suchen.

Den Augenkontakt können Sie auch in entspannter Atmosphäre (also wenn Ihr Hund gerade nicht am Bellen ist) mit dem Kommando „schau“ trainieren. Damit holen Sie ihn dann erst mal aus der angespannten Situation raus.

Wenn es funktioniert, belohnen Sie Ihren Hund.

#4 Alleine sein beibringen

Grundsätzlich gilt: Ein Hund ist ein Rudeltier und ist es deshalb nicht gewohnt, alleine zu sein. Es kommt auch auf die Rasse an, ob ein Hund alleine bleiben kann oder nicht.

Sie sollten Ihren Hund nicht über mehrere Stunden alleine lassen. Das ist keine artgerechte Haltung. Falls es doch mal unvermeidlich ist, sollten Sie sicherstellen, dass es nicht häufig vorkommt.

Wenn Ihr Hund nicht alleine bleiben kann, weil er sonst jault, bellt und unruhig ist, ist er vermutlich stark gestresst. Sie sollten Ihren Hund langsam an das alleine sein gewöhnen.

Gehen Sie zu beginn nur wenige Sekunden raus und kommen Sie dann wieder rein. Dann steigern Sie das langsam auf einige Minuten. Während dieser Übung sollten Sie Ihren Hund nie länger, als den aktuellen Trainingsstand alleine lassen. Ansonsten kann es zu Rückschritten kommen und Sie müssen von vorne beginnen.

Es ist auch hilfreich, wenn Ihr Hund sich ablenken kann, während Sie nicht da sind (z. B. mit einem Kauknochen oder ähnlichem).

#5 Aggressivität abgewöhnen

Wenn Ihr Hund aggressiv ist, bedarf es einer konsequenten Erziehung, um Ihrem Hund diese Aggressivität abzugewöhnen. Sie müssen Ihren Hund richtig erziehen und nicht nur mit halbem Herzen.

Zunächst müssen Sie herausfinden, in welchen Situationen Ihr Hund aggressiv wird. Diese Situationen sollten dann erst einmal gemieden werden.

Aggressionen können vor allem dann auftreten, wenn Ihr Hund keine ausreichenden Ruhepausen hat. Das ist oft in Familien mit Kindern der Fall. Ihr Hund braucht Zeit um runter zu kommen und sich zu erholen.

Auch Unterforderung kann Ihren Hund aggressiv machen. Wenn er den ganzen Tag nur rum liegt und keiner mit ihm spielt oder geistig fordert, kann er mit der Zeit aggressiv werden. Deshalb sollten Sie wirklich viel mit Ihrem Hund unternehmen!

Um Aggressionen abzubauen, müssen Sie die Kontrolle über Ihren Hund übernehmen. Ihr Hund darf Ihnen nicht auf der Nase rumtanzen und machen was er will. Ihrem Hund muss klar sein, dass er sich nach Ihnen zu richten hat und nicht umgekehrt.

Dazu sollten Sie das Umfeld Ihres Hundes so organisieren, dass Probleme möglichst vermieden werden. Bei einem Spaziergang sollten Sie also lieber anderen Menschen und Hund aus dem Weg gehen, um erst gar nicht die Möglichkeit aufkommen zu lassen, dass Ihr Hund einen Grund hat aggressiv zu werden.

Wenn Sie Ihren Hund mal nicht beaufsichtigen können, sollte er in einer bekannten, sicheren Umgebung sein.

Vermeiden Sie es, Ihren Hund anzuschreien und bleiben Sie immer positiv. Ihr Hund spürt es, wenn Sie böse werden, was die Situation noch verschlimmert.

Für alles was Ihr Hund richtig macht, müssen Sie ihn belohnen. Sie müssen dafür aber auch etwas von ihm verlangen. Wenn es Futter gibt, können Sie ihm beibringen, dass er, bevor er sein Futter erhält, kurz „Sitz“ machen muss. Wenn er das tut, belohnen Sie ihn.

Das Ganze sollte spielerisch ablaufen und nicht immer wie auf Befehl. Mit diesen Vorgehensweisen lernt Ihr Hund, sich nach klaren Regeln zu richten. Ihr Hund wird sich immer mehr an Ihnen orientieren. Dadurch wird seine Aggressivität abgebaut.

Ist die Aggressivität erst einmal abgebaut, können Sie Ihren Hund richtig erziehen. Sie werden ihn gar nicht mehr wiedererkennen.


Haben Sie noch Fragen?


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Senden Sie Ihre E-Mail bitte an: info(at)hund-richtig-erziehen.net


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